Kein Fahrradsattel Test

Wie finde ich den richtigen Fahrradsattel?

Fahrradsattel TestEin Fahrradsattel Vergleich ist nicht ganz einfach, denn welcher Sattel der richtige ist, hängt sowohl vom Einsatzgebiet des Sattels als auch von der individuellen Distanz ab, die die Sitzknochen des Radfahrers aufweisen. Auch hier gibt es sehr unterschiedliche Abmessungen. Anders als die Schrittlänge, die für die Rahmenhöhe wichtig ist oder der Kopfumfang, der die Auswahl des Fahrradhelms beeinflusst, lässt sich bei Fahrradsattel nicht pauschal sagen, ob ein Sattel für den entsprechenden Fahrer gut geeignet ist. Dazu ist es auch noch wichtig, ob der Sattel sicher ist, den individuellen Ansprüchen des Fahrers gerecht wird und ob er seine Grundnutzen erfüllt. Ein Rennrad braucht eben einen anderen Sattel als ein Mountainbike. Verschiedene Fahrradsattel Tests die man im Internet findet können auch sehr hilfreich bei der Suche nach dem richtigen Sattel sein.

 

Die grundsätzlichen Satteltypen

 

Der Sattel für Training und Race

Radsportler, unabhängig davon ob beim CC oder beim MTB oder auch bei Straßenrennen mit ihrem Rennrad, brauchen einen direkten Kontakt zum Fahrrad. Beim Fahren auf den Renn- oder auch Mountainbike verlagert sich das Körpergewicht aufgrund der sportlichen Sitzhaltung eher zur Spitze des schmal gestalteten Sattels. Die schmale Sattelform gibt dem Fahrer mehr Bewegungsfreiheit. Das Sattelgestell sollte relativ robust, dabei leicht sein, der Sattel selbst sollte mit einem wasserabweisenden und atmungsaktiven Material ausgestattet sein. Die Polsterung bei diesem Satteltyp ist oft gering und der Bereich innerhalb der maximalen Druckbelastung zudem auch noch häufig ausgespart. Möchtest du einen Rennrad Fahrradsattel Test auf Youtube anschauen: Hier Klicken

 

Der Sattel für Touring und Trekking

Radfahrer, die gern mit dem Trekkingrad auf Touren gehen oder mit dem Fitnessbike unterwegs sind, sind mit einem Sportsattel mit Verstärkung gut versorgt. Diese Verstärkung kann ein Gel-Polster oder auch eine elastische Sattelschale sein. Aufgrund der Polsterung oder der elastischen Schale können sich die Belastungsspitzen Y-förmig auf die komplette Sattellänge verteilen und damit ein erhöhter Sitzkomfort gegeben sein.

 

Der Sattel für das Cityfahrrad

Soll es mit dem Cityrad auf Touren gehen und damit eine genussvolle und entspannte Tour geplant sein, ist ein gut gepolsterter Sattel mit Komfort dafür die richtige Lösung. Der Komfortsattel hat eine großflächige Polsterung im Bereich der Sitzknochen aufzuweisen. Auf einem Citybike sitzt der Fahrer nicht nur aufrecht, sondern durch die Polsterung auch noch sehr bequem. Der Sattel sollte hier allerdings nicht zu breit sein, denn ein breiter Sattel reduziert zum einen die Bewegungsfreiheit, zum anderen können sich unangenehme Reibestellen entwickeln.

 

Warum ist der richtige Sattel so wichtig?

Fahrradsattel TestManche Fahrer haben beim Radfahren Schmerzen und das kann unterschiedliche Hintergründe haben. So kann der Rücken weh tun oder die Handgelenke können wie auch das Gesäß schmerzen. All diese Probleme können sich aufgrund des falschen Sattels ergeben. Abhilfe ist hier nicht nur mit dem richtigen Sattel für Damen oder Herren oder einem Unisexmodell gegeben. Auch mit unterschiedlichen Größen und der richtigen Ausstattung für den Einsatzbereich und den Fahrradtyp lassen sich Probleme verhindern.

Viele Radfahrer unterscheiden nicht unbedingt zwischen der Größe des Sitzknochenabstandes und der Sattelbreite, sondern eher darin, dass beim Damensattel der tiefer gelegene Schambeinbogen schmerzhaft auf die sogenannte Sattelnase drücken kann. Beim Herrensattel wiederum ist die Prostata eine problematische Stelle. Die Sattelform sollte sich deshalb nach dem Sitzknochenabstand sowie der Sitzposition orientieren. Dabei solle man auch beachten, dass empfindliche Stellen beim Sitzen im Fahrradsattel eine Entlastung erfahren.

Damit man den richtigen Sattel findet, gibt es unterschiedliche Wege zum Ziel. Einerseits kann ein Sattel einfach zum Testen aus dem Laden mitgenommen werden und dann in der Praxis getestet werden. Aber es ist auch möglich, die Sitzknochen zu vermessen und damit den richtigen Sattel zu finden.

 

Wie funktioniert die Sitzknochenvermessung?

Zur Vermessung der Sitzknochen ist eine Wellpappe oder ein anderes Material erforderlich, auf dem ein sichtbarer Abdruck hinterlassen werden kann. Damit geht man dann folgendermaßen vor: Zunächst wird die Messpappe auf einen harten Stuhl gelegt, danach setzt man sich auf die Pappe. Nun macht man ein Hohlkreuz und stellt dazu die Zehenspitzen auf den Boden. Durch diese Haltung treten die Sitzknochen besonders stark hervor.

Ist noch mehr Druck erforderlich, kann man sich zusätzlich mit den Händen auf die Pappe ziehen. Danach steht man auf und vermisst den Abstand der Sitzknochenabdrücke, die man hinterlassen hat. Das war es schon.

Mit diesem selbst erstellten Abdruck stehen nun die passenden Daten für die richtige Sattelbreite für einen bequemen, einen moderaten oder einen sportlichen Sattel zur Verfügung. Dabei gelten folgende Regeln:

Eine sportliche Sitzposition benötigt den Sitzknochenabstand plus 1 cm
Die moderate Sitzposition benötigt den Sitzknochenabstand plus 2 cm
Die aufrechte Sitzposition benötigt den Sitzkochenabstand plus 3 cm.

Diese Kriterien sind es, die zum richtigen Fahrradsattel führen. Dabei kann man je nach Anspruch und Fahrradmodell sowie Einsatzgebiet diese Kriterien zur Bewertung des Fahrradsattels heranziehen. Wichtig sind zudem auch noch die Federung vom Sattel, das Gewicht des Fahrradsattels, die Länge sowie die Breite des Sattels, die Bequemlichkeit beim Sitzen auf dem Sattel sowie die Sitzhaltung auf dem Sattel.

Bei einem Rennsattel ist zudem das Gewicht für viele Radfahrer entscheidend. Weil hier mit speziellen Fahrradhosen inklusive Sitzpolstern gefahren wird, muss der Rennsattel allerdings nicht übermäßig komfortabel gepolstert sein.

 

Wer wiederum bequemer und etwas komfortabler unterwegs sein will, nutzt den Gelsattel.

Bei allen Sattelarten ist es wichtig, dass die richtige Sattelbreite ausgemessen und ermittelt wird, unabhängig von anderen Kriterien, die der Vergleich der Fahrradsattel ergeben muss. Die Sitzposition ist auf dem Rad nicht selten vom Fahrradsattel abhängig. Bedenken sollte man beim Kaufen des Fahrradsattels zudem, dass Fahrradsattel minderer Qualität auch bei bester abgemessener Passform Rückenschmerzen bewirken können.

 

Stiftung Warentest gibt keine Empfehlungen für den idealen Sattel

Auch die Stiftung Warentest ist in ihrem Fahrradsattel Test vom August 2013 im Heft 08/2013 zu dem Ergebnis gelangt, dass es keinen Fahrradsattel gibt, der einheitlich alle Radfahrer zufrieden stellen kann. Der Falsche Sattel dagegen kann laut Test zu gesundheitlichen Schäden führen. Das ist auch der Grund, weshalb die Stiftung in ihrem Test zu keinem Ergebnis gelangt ist und kein Fahrradsattel als Sieger im Fahrradsattel Test gekürt werden konnte. Damit gab es auch keine Empfehlung für einen Kauf.

Generell sollte jeder Radfahrer eher den passenden Hersteller finden, von dem er den Fahrradsattel kaufen möchte, denn Testergebnisse gibt es nicht nur von der Stiftung Warentest nicht – auch der ADAC kann hier keine eindeutigen Empfehlungen aussprechen. Ein Fahrradsattel sollte selbst gefunden und individuell beurteilt werden.

 

Die richtigen Sattelposition finden und den Fahrradsattel darauf einstellen

Fahrradsattel TestIm günstigsten Fall ist der Sattel so eingestellt, dass die Sattelspitze und der hintere Teil vom Sattel eine waagerechte Linie aufweisen. Dabei kommt es aber auch auf den persönlichen und individuellen Geschmack des Fahrers und dessen Empfinden einer günstigen Sitzposition an. Wer in der vermeintlich idealen Position vom Fahrradsattel einen unangenehmen Druck beim Fahren spürt, sollte die Sattelposition ein wenig korrigieren. Ein Abdrücken im Schambeinbereich kann zum Beispiel auch zu gesundheitlichen Schäden und Beeinträchtigungen führen und auch in diesem Fall sollte die Korrektur der Sattelposition erfolgen. Sehr häufig wird auch die Manneskraft im Zusammenhang mit dem Fahrradsattel diskutiert und es ist eine Tatsache, dass eine falsche Sattelposition und auch ein falsch ausgewählter Fahrradsattel wirklich Einfluss auf die Potenz des Mannes nehmen können.

 

Wichtig: Der Sattel muss fest montiert sein!

Der Sattel sollte stabil sein und gut halten. Damit dies der Fall ist, muss die Sattelstütze mit mindestens fünf bis sechs Zentimetern Tiefe im Rahmen versenkt sein. Nur in dieser Einstellung können die Muffe und die Klemme ausreichenden Druck auf die Sattelstange ausüben und diese dann wiederum mit der notwendigen Kraft halten. Im günstigsten Fall ist der Sattel so eingestellt, dass die Trittkraft beim Fahren leicht nach vorne auf die Pedale gegeben wird. Dazu wird das linke Pedal ganz nach unten eingestellt, dann setzt man sich auf den Sattel und prüft die Position des Beines. Das sollte im günstigsten Falle komplett gestreckt sein.

 

Der Fahrradsattel für Männer und Frauen

Männer und Frauen haben unterschiedliche Ansprüche an ihre Fahrradsattel. Einige Sattel haben überhaupt keine Sattelspitze mehr, was besonders häufig bei Frauenfahrradsatteln festzustellen ist. Der Sattel soll bequem sein und wenig Druckschmerz auf die Sitzknochen ausüben. Männer wiederum achten eher darauf, dass der Sattel keinen Druck auf die Prostata ausübt – was auch wichtig ist. Möchtest du einen Fahrradsattel Test auf Youtube anschauen: Hier Klicken

 

Das Material des Fahrradsattels – Kunststoff oder doch lieber Leder?

Die Frage des Materials ist zum großen Teil eine Frage des persönlichen Anspruchs. Die einen Fahrradfahrer schwören auf einen Ledersattel, andere Fahrer wiederum fahren nur mit dem Kunststoffsattel. Die Vorteile des Ledersattels liegen darin, dass er sich im Laufe der Nutzung in guter Qualität an das Gesäß und die Sitzknochen anpasst. Ein Kunststoffsattel muss dagegen nicht eingefahren werden, zudem ist er in der Anschaffung wesentlich preiswerter.

Ein weiterer Vorteil vom Ledersattel liegt drin, dass er sehr viel bequemer als das Modell aus Kunststoff im Vergleich ist. Die Sitzposition, die der Fahrer auf dem Rad einnimmt, hängt auch stark vom Sattel ab. Ein Fahrradsattel von minderer Qualität zugunsten eines günstigen Anschaffungspreises kann unter Umständen Probleme wie Rückenschmerzen oder Handgelenkschmerzen mit sich bringen. Das Fahrradfahren macht so keinen Spaß mehr. Ein hochwertiger Ledersattel dagegen passt sich dem Körper an und verhindert viele Probleme.

Allerdings hat eine Ledersattel auch Nachteile. Eines der größten Probleme liegt in der Anfälligkeit gegenüber Feuchtigkeit und Regeln. Leder ist nicht wasserabweisend wie es ein Kunststoffsattel ist und das Material leidet auch unter eindringender Feuchtigkeit. Auch das Gewicht des Ledersattels kann ein Problem sein. Gerade dann, wenn man auf ein möglichst leichtes Fahrrad Wert legt, kann das Gewicht vom Ledersattel zum Problem werden. Wer über die Anschaffung eines Ledersattels nachdenkt, sollte zudem bedenken, dass Leder als Naturmaterial Pflegebedarf hat. Eine regelmäßige Lederpflege ist Pflicht für den Ledersattel. Bedenkt man allerdings den relativ hohen Anschaffungspreis für den Ledersattel, ist dies fast schon eine Selbstverständlichkeit, um die Anschaffung für das Leben immer schön zu erhalten.

Kriterien, die die Auswahl des Fahrradsattels beeinflussen:

  • Art des Fahrrads
  • Fahrer weiblich oder männlich
  • Sitzknochenabstand
  • Bequemlichkeit
  • Wunschmaterial

 

Tipp: Ein Fahrradsattel Test hilft weiter

Im großen und ganzen ist zu sagen das ein Fahrradsattel Test von dem es im Netz eine Vielzahl zu finden gibt oftmals hilfreich bei der Kaufentscheidung sein kann. Denn so ein Fahrradsattel  Test gibt dir schnell die Möglichkeit die Unterschiedlichen Sattel miteinander zu vergleichen um dich so über verschiedenen Details zu informieren um letztlich die richtige Kaufentscheidung treffen zu können.